Termine

ACHTSAMKEITS-KOCHKURSE 2018

  • 20. Januar Achtsamkeitskochkurs in München
  • 10. Februar Achtsamkeitskochkurs in München

 

Anmeldung für die Achtsamkeitskochkurse in München bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 089 65309303

ACHTSAMES CATERING bis zu 50 Personen - Buchung und Preisanfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PRIVATKURSE! Die Herzensköchin kommt mitsamt ihrem Equipment zu Ihnen nach Hause und kocht für Sie und ihre Freunde. Terminanfragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Ich LIEBE eben jede einzelne Zutat!“ . . .

. . . dies war die Antwort einer jungen, begnadeten Zuckerbäckerin auf meine Frage hin, was ihre Kuchen und Torten so besonders lecker und zudem überaus beliebt in der ganzen Stadt machen.

GANZTAGESKURSE

ZEIT: 11 Uhr – 17 Uhr
PREIS: 125 Euro pro Person (inklusive Zutaten)
ABLAUF:
Chai, bzw. Getränk, zur Begrüßung und zum Kennenlernen
Gemeinsames Zubereiten eines 3-4 Gängemenüs
Gemeinsames Essen und Genießen
Koch- und Praxisgeschichten berühmter Köche – Erfahrungsaustausch von Küchenerfahrungen
Integrierte Achtsamkeitsübungen und – meditationen
Körperwahrnehmungsübungen

VORTRÄGE

ZEIT: ca. 1-2 Stunden
PREIS: Verhandlungsbasis
ABLAUF:
Vortrag zum Thema Achtsamkeit in der Küche, inklusive kleiner Häppchen zum verkosten – gegebenenfalls kleine Vorführungen, z.B. Körperübungen, Umgang mit Küchengeräten etc., vielleicht Zubereitung eines Rohkostsalates, der dann im Publikum verteilt wird . . .

 

In diesem Workshop geht es in der Tiefe um genau jene eingangs erwähnte Liebe zu den Zutaten, mit denen wir täglich kochen, aber auch zu den Dingen und Arbeitsgeräten, die uns in der Küche umgeben und letztendlich sogar um die Liebe zu uns selbst. So lernen wir unter anderem spielerisch eine Art kindliche Neugierde für Lebensmittel und deren unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wieder neu für uns zu entdecken, um dann kreativ und voller Inspirationen mit ihnen arbeiten zu können.

Freude, Sinnlichkeit und Spaß am Tun im Küchenalltag, und zwar nicht nur beim Kreieren von neuen Gerichten sondern auch beim Spülen und Saubermachen, sind neben der Achtsamkeit und dem bewussten Wahrnehmen die Schwerpunkte in diesem Workshop . . .

  1. FREUDE AM LEBEN = FREUDE AM KOCHEN
  2. DIE SINNLICHE WAHRNEHMUNG SCHÄRFEN
  3. KREATIVITÄT UND UNVOREINGENOMMENE NEUGIERDE ENTWICKELN
  4. SICH SELBST UND ANDEREN GUTES TUN
  5. DIE WEISHEIT UNSERES KÖRPERS ENTDECKEN
  6. NEUE UMGANGSWEISEN MIT STRESS UND HEKTIK

In meinen Seminaren werden wir, mitunter spielerisch, gemeinsam unseren eingefleischten, manchmal vielleicht eher destruktiven Kochgewohnheiten auf die Schliche kommen und anhand von Übungen und einfach umzusetzenden Anleitungen Antworten und Lösungen finden, um die Küche zu einem Ort werden zu lassen, an dem Freude, Liebe, Kreativität und entspanntes Arbeiten zu Hause sind. Gemeinsam gehen wir folgenden Fragen auf den Grund:

  • Was treibt mich an in der Küche – lästige Pflichterfüllung tagein tagaus, hohe Motivation oder vielleicht sogar ein gewisses Geltungsbedürfnis?

  • Kann ich bereits an meiner Köperhaltung erkennen, ob ich im Moment Spaß habe am Kochen oder ob mir der Alltagsstress im wahrsten Sinne des Wortes gerade über den Kopf wächst? Wie kann ich während des Arbeitens an Herd, Spüle oder am Schneidebrett meinen armen, verkrampften Muskeln helfen sich zu „entspannen“?

  • Wie handhabe ich Stress in der Küche überhaupt? Augen zu und durch, nach dem Motto “Nach mit die Sintflut!“ – oder hektisch, wie ein flatterndes Huhn im Käfig? „Zärtliche Gelassenheit“ in stressigen Situationen, wie kann das gehen?(siehe Beispielübung 1)*

  • Wie gehe ich mit meinem Werkzeug, den Küchengeräten, um? Habe ich überhaupt ein waches Gespür für die Dinge, die ich regelmäßig in Händen halte?

  • Was ist mit meinem Geschmackssinn? Haben vielleicht eingeschliffene Essgewohnheiten meine Zunge regelrecht lahmgelegt? Wie bringe ich wieder „frischen Wind“ auf meine abgestumpften Geschmacksknospen?

  • Was tun bei ungeliebten Arbeiten (Kartoffelschälen, Geschirr spülen)? Möglichst schnell erledigen oder lernen, auch diese zu genießen? (Beispielübung 2)*

  • Wie kann ich Spaß, Kreativität und Freude beim täglichen Kochen neu entdecken und/oder vertiefen?

Die beiden folgenden Übungen sind meinem Buch „VOM GLÜCK, MIT LIEBE ZU KOCHEN“, Nymphenburger Verlag (August 2010) entnommen:

1*Achtsamkeitsübung „Zärtliche Gelassenheit“

Stellen Sie sich eine Großmutter vor, die mit ihren Enkelkindern auf dem Spielplatz ist. Die alte Dame sitzt gemütlich auf einer Bank und genießt vielleicht die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Vor ihr spielen die Enkelkinder im Sandkasten. Sie backen emsig Kuchen und bauen Sandburgen, sie streiten und versöhnen sich wieder und vergießen ab und zu ein paar Tränchen. All dies beobachtet die Großmutter interessiert und mit einem wachen, liebevollen Auge. Ihre lebenslange Erfahrung und die damit einhergehende Weisheit haben sie Gelassenheit gelehrt und so greift sie nur ein, wenn es unbedingt notwendig ist. Doch ihre stete Liebe zu den Enkelkindern bewirkt, dass ihr Herz weit offen ist für die Kleinen da vor ihr im Sandkasten; und ihr neugieriges Interesse für das, was sie gerade so treiben, lässt keine keine Sekunde nach.

Diese „zärtliche Gelassenheit“ und das offene Gewahrsein, das damit einher geht, lassen sich auf jede Alltagssituation, also auch auf die Küche übertragen – sei sie nun stressig oder nicht.

Begeben Sie sich einfach auf eine imaginäre Parkbank in Ihrem Inneren, verbinden Sie sich mit Ihrer inneren Weisheit und öffnen Sie Ihr Herz für das, was gerade geschieht. Beobachten Sie dabei gelegentlich Ihren Atem und betrachten Sie so ruhig und gelassen wie möglich das Geschehen in Ihnen und um Sie herum, ohne sofort in geschäftige Aktion zu verfallen . . .

2* Übung – Die Möhre schälen (verkürzt)

Bereiten Sie zunächst Ihre Arbeitsfläche vor: Legen Sie ein Arbeitsbrett, die Möhren, einen Gemüseschäler, ein Messer und eine Schüssel für die geschnittenen Möhren zurecht. Sie mögen jetzt vielleicht denken, dass das Bereitlegen dieser Dinge doch selbstverständlich ist; schließlich machen das viele von uns tagtäglich mehrmals und äußerst routiniert, wenn sie sich ans Kochen machen. Doch die Idee dahinter ist, dass Sie bereits das Vorbereiten Ihres Arbeitsplatzes bewusst und aufmerksam vollziehen. Sie stimmen sich nun quasi auf die nun folgende Tätigkeit mental ein – und sei es eben „nur“ auf das Schälen einer Möhre.

  • Nun nehmen Sie die erste Möhre in Ihre Hand. Versuchen Sie zu fühlen, wie das Wurzelgemüse Ihre Handinnenfläche berührt. Wie fühlt sich das an?
  • Spüren Sie das Gewicht der kleinen Rübe?
  • Schließen Sie Ihre Finger um die Möhre und streichen Sie dann mit den Fingerkuppen über deren Oberfläche. Schnuppern Sie daran. Ruft der krautig-erdige Duft Erinnerungen in Ihnen wach?
  • Läuft Ihnen gar das Wasser im Mund zusammen?

...

Denken Sie daran, dass es im Folgenden nur darum geht, so aufmerksam wie möglich bei dem zu sein, was gerade ist, in unserem Falle also beim Möhrenschälen.

  • Versuchen Sie nun zu erspüren, wie Ihr sich der Schäler durch den minimalen Widerstand, den die Haut der Möhre bietet, schneidet . . .
  • Riechen Sie, wie sich der intensive Duft, den wir vorher vielleicht schon leicht erschnuppert haben, nun mit aller Macht freisetzt, wenn die dünnen Schalenstreifen beginnen sich von der Möhre zu lösen? . . .
  • Vielleicht möchten Sie bei der nächsten Möhre mit der Schälgeschwindigkeit experimentieren. Wie fühlt es sich an, wenn Sie gaaaaaanz langsam schälen? Und dann wieder so schnell, dass die Schalen nur so fliegen? Steigt da etwa kindliche Freude aus den Tiefen Ihres Bauches auf? Na sowas! . . .

Und nach dem Kochen, der Genuss!

  • Freude am Essen finden – achtsames Essen, wie geht das?
  • Vom Glück, Gäste zu bewirten
  • Gemeinsam tafeln – eine alte Familientradition wieder neu aufleben lassen
  • Der Dankbarkeit Ausdruck verleihen
  • Sich an glückliche Kindheitserinnerungen durch längst vergessen geglaubte Lieblingsgerichte neu erinnern

DOZENTIN

Susanne Seethaler, Jahrgang 1969, arbeitet seit einigen Jahren als Köchin in einem Bistro und ist Autorin mehrerer Bücher. Um tiefer in ihre eigene Praxis der Achtsamkeit am Herd, und in der Küche allgemein, einzusteigen, reiste sie 2010 erstmals für drei Monate in die USA, um den Köchen in den Küchen der Meditationszentren SPIRIT ROCK (Jack Kornfield) und GREEN GULCH (Edward Espe Brown/Shunryu Suzuki Roshi) zur Hand zu gehen. Im August 2010 erschien dazu ihr Buch „VOM GLÜCK, MIT LIEBE ZU KOCHEN“. Susanne Seethaler lebt, schreibt und kocht in München.